DIE EVANGELISCHE TRAUUNG

Nach der standesamtlichen Hochzeit folgt oftmals die kirchliche Trauung. Im letzten Blogpost ging es um die katholische Trauung – heute gebe ich euch einige Tipps Rund um das Thema „Evangelische Trauung“.

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Photo Credit: n-architektur.tumblr.com

Oberste Priorität für eure evangelische Traumhochzeit hat – wie immer – euer persönlicher Wunschtermin. Diesen solltet ihr im besten Fall ein Jahr im voraus bei eurer Gemeinde anmelden und mit dem Pfarrer über eure Wünsche sprechen. Ihr wollt eine Trauung in einer anderen Kirche (mit dem eigenen oder dem dortigen Pastor)? Besprecht dies mit den beiden involvierten Pfarrern – dann sollte das kein Problem sein.

Was sind die Voraussetzungen für eine katholische Trauung?

  • Mindestens EIN Partner muss evangelisch getauft sein
  • Das Brautpaar MUSS verschiedene Geschlechter haben (in manchen Gemeinden gibt es jedoch die Möglichkeit die Beziehung segnen zu lassen)
  • Trauzeugen sind nicht vorgeschrieben, solltet ihr jedoch welche wünschen, sollten sich diese zum christlichen Glauben bekennen (müssen aber kein Kirchenmitglied sein), und müssen mind. 14 Jahre alt sein
  • Die Trauung auf dem Standesamt muss bereits stattgefunden haben + Bestätigung, dass die Trauung beim Standesamt angemeldet ist (oder die Heiratsurkunde)
  • Bestätigung der Taufe (Taufschein, Taufurkunde)
  • Nachweis Firmung (oftmals mit im Taufschein eingetragen)

Welche weiteren Unterlagen braucht ihr?

  1. Personalausweis / Reisepass
  2. Taufbescheinigung
  3. Konfirmationsbescheinigung
  4. Bescheinigung der Anmeldung zur standesamtlichen Trauung oder Heiratsurkunde
  5. kurz vor der Trauung: Heiratsurkunde der standesamtlichen Eheschließung

Sonderfälle:

  1. Zession / Dimissoriale zur Vorlage bei einem fremden Pfarrer, falls Sie nicht in Ihrer Heimatgemeinde heiraten
  2. Dispens, falls einer der Partner katholisch ist. „Die Befreiung von der Formpflicht zur katholischen Eheschließung ist zugleich die Anerkennung einer evangelischen oder ökumenischen Trauung seitens der katholischen Kirche.“ – www.braut.de
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Photo Credit: divisare.com

Ökumenische / Religionsverschiedene Ehe

Von einer konfessionsverschiedenen Ehe spricht man dann, wenn ein/e Partner/in zu einer anderen christlichen Kirche, bzw. zu einer anderen christlichen Konfession gehört. Eine evangelische Trauung ist dann zum Beispiel durch eine/n evangelische/n Pfarrer/in unter Mitwirkung eines katholischen Priesters oder Diakons möglich. Das gilt andersrum auch für die katholische Trauung (dann unter Mitwirkung eines/einer evangelischen Pfarrers/Pfarrerin). Wichtig ist, dass wenn ein Brautpaar evangelisch heiraten möchte, und einer der beiden katholisch ist, dass dieser sich vorher bei dem katholischen Pfarrer seines Wohnorts das Einverständnis zur Trauung einholt: „Dispens“. Erst dann wird die Trauung von der katholischen Kirche anerkannt.

Ist ein Partner ganz aus der Kirche ausgetreten, ist das kein Problem, solange EIN Partner noch in der Kirche ist und Kirchensteuer zahlt. Auch eine evangelische Trauung mit einem/r ungetauften Partner/in, sowie ein/e Partner/in mit einer anderen Religion ist kein Hindernis. Man spricht dann von einer religionsverschiedenen Ehe.

Für den Fall, dass ein Partner konfessionslos oder geschieden ist, bieten einige evangelische Landeskirchen einen sogenannten Gottesdienst anlässlich der Eheschließung an.

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Photo Credit: apartmenttherapy.com

Vorbereitungstipps für die evangelische Trauung

  1. Datum und Ort der katholischen Trauung festlegen
    – Sobald ihr einen Wunschtermin gefunden habt, solltet ihr das Pfarramt persönlich oder telefonisch kontaktieren und abklären, ob die Trauung an dem von euch ausgesuchten Termin stattfinden kann.
  2. Trauungsgespräche
    – Vor dem eigentlichen Hochzeitstermin wird es mehrere Traugespräche geben, in denen Fragen zum allgemeinen Ablauf geklärt werden. Hierfür solltet ihr zeitnah einen Termin vereinbaren!
  3. Ehevorbereitungsprotokoll
    – Im Zuge der Trauungsgespräche  wird auch das Ehevorbereitungsprotokoll ausgefüllt. Hier geht es um die Daten der Brautleute, und die Besprechung der beabsichtigten Ehe.
  4. Aufgebot
    – Anders als bei der standesamtlichen Trauung wird die Eheschließung in der evangelischen Kirche durch einen Aushang in der Kirche oder mündlich im Gottesdienst bekannt gegeben. Das nennt man „Aufgebot“ und dient dazu, herausfinden, ob Ehehindernisse vorliegen.

Wie sieht ein Trauungsgespräch aus?

Der Pfarrer / die Pfarrerin wird vor dem eigentlichen Hochzeitstermin einige Trauungsgespräche mit euch führen, in denen es um den allgemeinen Ablauf der Hochzeit geht. Beide Parteien lernen sich kennen und besprechen den Ablauf und Details der kirchlichen Trauung. Zum Beispiel könnt ihr über die Lesungen, Fürbitten, Lieder, den Trauspruch und die musikalische Untermalung sprechen. Fragen zu eurem Kennenlernen, euren bisherigen Werdegang und eure Beweggründe zu heiraten, können den Traugottesdienst persönlicher werden lassen. Wie soll der Blumenschmuck aussehen, wo sitzen Trauzeugen und Blumenkinder, bis wohin darf das Hochzeitsauto fahren? Dürfen Blumenblätter gestreut werden? Darf fotografiert und/oder gefilmt werden? All das, und vieles mehr, sind Dinge, die in einem Trauungsgespräch besprochen werden sollten.

Tipp: Der Pfarrer könnte fragen, warum die kirchliche Trauung für euch als Brautpaar wichtig ist. Oder was eine gute Partnerschaft / Ehe ausmacht. Macht euch hierzu ruhig ein paar Gedanken.

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Photo Credit: Pinterest

Ablauf der evangelischen Trauung

  1. Eröffnung
    – Empfang des Brautpaares durch Pfarrer am Kircheneingang
    – Einzug in die Kirche mit Musikbegleitung durch Orgel oder Chor
    – Begrüßung & Votum (kurzer Bibelvers) durch den Pastor / die Pastorin
    – Ankündigungen / Hinweise (zB. bezüglich Foto und Film, Kollekte..,etc.)
    – Eingangsgebet oder Psalm
  2. Verkündung, Bekenntnis, Segnung
    – Biblische Lesung (kann auch von jemandem aus dem Familien- oder Freundeskreis übernommen werden)
    – Trautext / Trauspruch und Predigt durch Pastor/in
    – Biblische Lesung zur Ehe
    – Gebet zur Trauung
    – Traubekenntnis (entweder a) werden euch von dem / der Pfarrer/in Fragen gestellt, die ihr mit den Worten „Ja, mit Gottes Hilfe“ beantwortet oder ihr bereitet beide ein Traueversprechen vor, das ihr einander vortragt)
    – Austauschen der Ringe
    – Trauungssegen durch Pastor/in oder von Verwandten und Freunden.
  3. Fürbittengebet
  4. Vaterunser
  5. Überreichung der Traubibel an das Brautpaar
  6. Segen
  7. Auszug aus der Kirche

Generalprobe für die evanglische Trauung

Ihr könnt euch überlegen, ob ihr ein bis zwei Wochen vor der eigentlichen Trauung eine Generalprobe macht. Dort werden alle Details, wie Sitzplätze der Gäste, Höhe des Mikrofons, Platzierung der Trauzeugen etc. durchgespielt. Wichtige Personen, wie Trauzeugen und Blumenkinder sollten unbedingt daran teilnehmen. Sollte jemand Nahestehendes die Lesung durchführen, sollte auch diese Person Probe lesen. Das schafft Sicherheit und er oder sie ist mit der Technik vor Ort vertraut. Hierfür sollte zeitnah ein Termin mit dem Pfarrbüro ausgemacht werden.

 

Die katholische Trauung

Die Ehe gilt in der katholischen Kirche als eines der sieben Sakramente, und ist erst mit dem geistlichen Segen der Kirche durch eine katholische Trauung besiegelt. Hier findet ihr die wichtigsten Punkte, die ihr für die katholische Trauung wissen müsst.

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Photo Credit: Tumblr / Eichbaum

Eine rechtskräftige Ehe setzt eine standesamtliche Eheschließung voraus. Darüber hinaus gilt die Ehe in der katholischen Kirche erst durch den geistlichen Segen als besiegelt. In der Regel findet die katholische Trauung in der Kirche der Heimatgemeinde statt. Wer sich eine besonders hübsche Kapelle oder eine außergewöhnliche Kirche als Trauungsort wünscht, und/oder einen anderen Pfarrer oder Diakon möchte, sollte dies mit dem zugehörigen Pfarrer der Kirche besprechen.

Was sind die Voraussetzungen für eine katholische Trauung?

  • Mindestens ein Partner MUSS katholisch sein
  • Brautpaar MUSS verschiedene Geschlechter haben
  • Zwei Trauzeugen (katholisch und volljährig)
  • Die Trauung auf dem Standesamt muss bereits stattgefunden haben + Bestätigung, dass die Trauung beim Standesamt angemeldet ist (oder die Heiratsurkunde)
  • Bestätigung der Taufe (Taufschein, Taufurkunde)
  • Nachweis Firmung (oftmals mit im Taufschein eingetragen)

Welche weiteren Unterlagen braucht ihr?

  1. Personalausweis / Reisepass
  2. Taufbescheinigung
  3. Bescheinigung, dass sie ledig sind
  4. Nachweis Firmung
  5. Bescheinigung der Anmeldung zur standesamtlichen Trauung oder Heiratsurkunde
  6. Unterschriebenes Ehevorbereitungsprotokoll

Sonderfälle:

  1. Falls die Trauung in einer fremden Gemeinde statt findet: Traulizenz / Entlassschein zur Vorlage bei einem fremden Pfarrer
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Photo Credit: Tumblr / Blondelicious 

Vorbereitungstipps für die katholische Trauung

  1. Datum und Ort der katholischen Trauung festlegen
    – Sobald ihr einen Wunschtermin gefunden habt, solltet ihr das Pfarramt persönlich oder telefonisch kontaktieren und abklären, ob die Trauung an dem von euch ausgesuchten Termin stattfinden kann.
  2. Seminar
    – Programmfalter mitnehmen
    – Termin und Ort auswählen
    – Zeitnah im voraus anmelden
  3. Trauungsgespräch
    – Vor dem eigentlichen Hochzeitstermin wird es mehrere Traugespräche geben, in denen Fragen zum allgemeinen Ablauf geklärt werden. Hierfür solltet ihr zeitnah einen Termin vereinbaren!
  4. Gespräch mit dem Trauungspriester
    – In diesem Gespräch wird die Gestaltung der Trauung und Feier besprochen. Eigene Gebete, Texte und persönliche Worte können mit eingebunden werden, und Lieder, sowie die gesamte musikalische Gestaltung mit geplant werden.

Wie sieht ein Trauungsgespräch und das Eheseminar aus?

Vor der kirchlichen Trauung findet ein Trauungsgespräch und ein Eheseminar statt, in dem es um die Bedeutung der kirchlichen Trauung und das katholische Eheverständnis geht. Zusätzlich geht es um die Anliegen des Brautpaares, die Ehe als Sakrament,… etc.

Grundsätzlich dienen beide Themen der Vorbereitung der katholischen Hochzeit.

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Photo Credit: Pinterest / Samuiweddingsandevents

Ablauf der katholischen Trauung

Es gibt zwei Möglichkeiten für den Ablauf der katholischen Trauung:

Wortgottesdienst / circa 30 – 40 Minuten:

  1. Eröffnung
    – Empfang des Brautpaares durch Pfarrer am Kircheneingang
    – Einzug in die Kirche mit Musikbegleitung durch Orgel oder Chor
    – Eröffnungsgebet
    – Begrüßung der Gemeinde
    – Einführung und Überleitung hin zum Gottesdienst
    – Kyrie
    – Tagesgebet
  2. Wortgottesdienst
    – Lesungen und Gesänge zu den Lesungen
    – Homilie (Ansprache / Predigt)
  3. Trauung
    – Befragung der Brautleute
    – Segnung der Ringe
    – Vermählung
    – Bestätigung der Vermählung durch Trauzeugen
    – Feierlicher Trauungssegen
  4. Fürbitten
  5. Vaterunser
  6. Schlussgebet und Danklied
  7. Unterzeichnung der Trauungsdokumente
  8. Abschlusssegnung
  9. Auszug aus der Kirche

Mit Eucharistiefeier / circa 60 – 75 Minuten

  1. Eröffnung
    – Empfang des Brautpaares durch Pfarrer am Kircheneingang
    – Einzug in die Kirche mit Musikbegleitung durch Orgel oder Chor
    – Eröffnungsgebet
    – Begrüßung der Gemeinde
    – Einführung und Überleitung hin zum Gottesdienst
    – Kyrie
    – Tagesgebet
  2. Wortgottesdienst
    – Lesungen und Gesänge zu den Lesungen
    – Homilie (Ansprache / Predigt)
  3. Trauung
    – Befragung der Brautleute
    – Segnung der Ringe
    – Vermählung
    – Bestätigung der Vermählung durch Trauzeugen
    – Feierlicher Trauungssegen
  4. Fürbitten
  5. Eucharistiefeier
  6. Schlussgebet und Danklied
  7. Unterzeichnung der Trauungsdokumente
  8. Auszug aus der Kirche
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Photo Credit: Pinterest / Sconetent

Generalprobe für die katholische Trauung

Ihr könnt euch überlegen, ob ihr ein bis zwei Wochen vor der eigentlichen Trauung eine Generalprobe macht. Dort werden alle Details, wie Sitzplätze der Gäste, Höhe des Mikrofons, Platzierung der Trauzeugen etc. durchgespielt. Wichtige Personen, wie Trauzeugen und Blumenkinder sollten unbedingt daran teilnehmen. Sollte jemand Nahestehendes die Lesung durchführen, sollte auch diese Person Probe lesen. Das schafft Sicherheit und er oder sie ist mit der Technik vor Ort vertraut. Hierfür sollte zeitnah ein Termin mit dem Pfarrbüro ausgemacht werden.

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Photo Credit: Pinterest / Four Seasons Hotel
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Photo Credit: Wikipedia

ALL EYES ON PIA RAHLFS – PHOTOGRAPHER

Warme Farben, gebrochenes Licht, gefühlvolle Momente. Pia Rahlfs arbeitet als Fotografin mit dem Schwerpunkt Hochzeit und Mode. Neben ihrer Selbstständigkeit ist sie in einem E-Commerce Unternehmen tätig. Wer mit ihr zusammen arbeitet, kann sich auf authentische Bilder und eine lockere Atmosphäre freuen.

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Pia, du und dein Mann feiert selbst in naher Zukunft eure Hochzeit. Was darf deiner Meinung nach auf keiner Hochzeit fehlen?

Eine Torte?

Ich dachte eher an den Fotografen..

Hm. Wenn ich eine Hochzeit feiere, dann mache ich das, weil ich meine Lieben in meiner Nähe haben möchte. Ich will die Liebe und das Leben feiern. Dann ist doch das Wichtigste, sich zu haben. Alles andere ist traditionsgebunden. Ringe, Hochzeitstorte, ob die Braut ein weißes Kleid trägt, das müsste alles nicht sein. Für jeden Menschen sind verschiedene Dinge relevant, aber die lieben Menschen, die einem wichtig sind, dürfen einfach nicht fehlen.

Fotos können die Erinnerungen für immer festhalten und auffrischen.  Meiner Meinung nach gibt es kaum etwas schöneres, als einen der schönsten Tage im eigenen Leben mit einem Fotoalbum in der Hand Revue passieren zu lassen. Von daher ist ein/e Hochzeitsfotograf/in, für mich persönlich, natürlich wichtig. Wenn ich jetzt heiraten würde, und ich hätte keinen Fotografen, dann wäre irgendwas falsch.

Wer begleitet eure Hochzeitsfeier fotografisch?

Wir haben bereits standesamtlich geheiratet und an dem Tag hat Nina Witte, eine Freundin, mit der ich die Ausbildung gemacht habe, uns fotografisch begleitet. Sie wohnt auch in Hamburg, macht das gleiche wie ich und ihre Bilder gefallen mir sehr gut. Und da sie ihren Job bei der standesamtlichen Trauung sehr gut gemacht hat, möchten wir sie auch bei der Kirchlichen dabei haben. Man muss sich darüber im Klaren sein, dass der Fotograf einem auf Schritt und Tritt folgt, und dann sollte das jemand sein, mit dem man sich wohl fühlt. Das Menschliche muss passen.

Was fasziniert dich so sehr an Hochzeiten und Hochzeitsfotografie?

Ich bin in meiner Ausbildung auf das Thema Hochzeiten gestoßen, weil meine Ausbilderin viele Hochzeiten fotografiert hat und ich oft mitgegangen bin. Damals ist mir schon aufgefallen, dass das was ganz anderes ist – als zum Beispiel Porträtfotografie. Mit Modefotografie hatte ich zu dem Zeitpunkt noch nicht viel zu tun, aber Hochzeiten waren einfach schon immer etwas Besonderes für mich. Du bekommst so viel positives Feedback. Die Leute gucken sich später die Bilder an und können diesen wunderschönen Tag nochmal erleben. Es ist natürlich auch eine riesengroße Verantwortung und meine Kunden setzen großes Vertrauen in mich, wofür ich sehr dankbar bin. Es kann keiner bestreiten, dass Hochzeiten etwas sehr positives sind und da ganz viel Vorfreude mit verbunden ist. Auch ein Stück weit Romantik – mal mehr, mal weniger. Aber letztendlich geht es doch um die Liebe und was gibt es schöneres als Thema für die eigene Arbeit, als die Liebe, oder?

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Jetzt hast du viel Positives über deine Arbeit berichtet. Hast du mal eine negative Erfahrung gemacht?

Bei einer Hochzeit habe ich es glücklicherweise noch nie erlebt, dass die Leute später unzufrieden waren. Aber bei einem Shooting hatte ich mal ein Paar, das sich auf den Bildern nicht leiden mochte. Sie waren sehr selbstkritisch, und haben das auch selbst gesagt. Trotzdem war das für mich echt unangenehm. Ich habe so viel Zeit und Liebe in die Bilder gesteckt und mir gefielen die Fotos wirklich gut. Genau mein Stil. Aber sie mochten sich einfach nicht leiden. Damit muss man auch lernen umzugehen.

Um solche Probleme zu vermeiden, triffst du dich vorher mit dem Paar, oder?

Ich treffe mich immer vorher mit den Paaren. Es ist ganz komisch, wenn du zu einer Hochzeit kommst und siehst die Leute zum ersten Mal. Ich finde es wichtig, dass man wenigstens einmal miteinander gesprochen hat. Ich fahre am Wochenende sogar nach Hannover, um mich mit einem Paar zu treffen – obwohl es eine Kindheitsfreundin ist. Allerdings habe ich sie circa 20 Jahren nicht gesehen und so kann ich sie und ihren Verlobten noch einmal richtig kennen lernen. Wir können ein besseres Gefühl füreinander entwickeln. Sonst könnte es beklemmend werden. Der Tag ist eh schon anstrengend und aufregend genug für beide Seiten, da muss man sich nun nicht noch auf eine neue Person einstellen.

Was kann ein Paar erwarten, wenn du die Hochzeit begleitest?

Schöne Bilder. Meinen Wert an Erfahrung. Ich halte mich nach Möglichkeit immer im Hintergrund und würde mich als sehr einfühlsam beschreiben. Ich stehe mit Rat und Tat zur Seite. Wenn das Paar zum Beispiel nicht weiß, wer beim Torte anschneiden die Hand oben hat, oder wer in der Kirche links und wer rechts sitzt, kann ich helfen. Ich zeige dem Paar auch gerne, wie man die Ringe richtig ansteckt. Ich bin mit Leib und Seele dabei und mache das Ganze mit viel Liebe, weil es das ist, was ich liebe. Das ist meine Leidenschaft. Ich lege großen Wert auf authentische Momente, auf Details. Neben der Technik ist es einfach wichtig, dass man sich auf die Menschen einstellen kann, sich der Situation anpasst, und dass man während der Trauung im Hintergrund bleibt. Für mich ist es wichtig, dass die Bilder nicht gestellt wirken. Und dazu gehört auch, dass das Paar während der Zeremonie und während des Tages nicht zu mir guckt. Ich bin nicht wichtig an dem Tag, und auch die Kamera nicht.

Wie würdest du deinen Stil, deine Bildsprache beschreiben?

Mein Stil hat einen ziemlich großen Wandel gemacht. Ich habe verschiedene Einflüsse erlebt, die meinen Stil geprägt haben. Während meiner drei Jahre Ausbildung im Porträtstudio war es eher klassisch und sehr bodenständig, vieles war gestellt, was mir schon von Anfang an nicht so gefallen hat. Ich habe mich immer schon zu authentischer Fotografie hingezogen gefühlt. Meine vier Jahre Arbeitserfahrung in verschiedenen E-Commerce Modeunternehmen haben mich ebenfalls beeinflusst. Ich achte nicht mehr nur auf die Person oder die technische Perfektion, sondern setze mein Augenmerk auch auf den Sitz der Kleidung und auf den Bildaufbau. Das wichtigste ist jetzt nicht mehr unbedingt die technische Perfektion, wobei das immer wichtig für mich sein wird, da ich eine kleine Perfektionistin bin. Aber mittlerweile ist es mir wichtiger, Momente so aufzunehmen, wie sie wirklich sind, dass Emotionen und eine Geschichte rüber gebracht werden. Auch Instagram beeinflusst mich stark. Da habe ich viel Inspiration gefunden, und habe mich daran orientiert. So bin ich jetzt bei einer sehr warmen, und ganz natürlichen Fotografie gelandet, die authentisch ist.

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Glaubst du, dass sich dein Stil mit der Zeit wieder verändert, dass es in der Fotografie, ähnlich wie in der Mode, sowas wie Trends gibt?

Ja, das kann schon sein. Auch, dass ich mit dem Trend gehe, aber man weiß auch nicht, was in dreißig Jahren ist. Wie sich die Technik weiter entwickelt und wir uns verändern müssen, um immer noch unsere Nische zu finden. Die Handykameras werden immer besser. Die Filter werden professioneller und die Leuten können mittlerweile tolle Bilder machen, ohne dass sie groß was können. An die professionelle Fotografie wird das nie herankommen, es ist aber auch eine Frage des Anspruchs. Dadurch muss man sich immer wieder hinterfragen, sich selbst fragen, wie kann ich an mir arbeiten, wie kann ich noch ein Schritt vorwärts gehen und auch wirklich einen Nutzen daraus ziehen, dass ich dieses Handwerk gelernt habe. Man muss sich als Fotograf immer wieder beweisen.

Was unterscheidet dich von anderen Hochzeitsfotografen?

Es gibt Fotografen wie Sand am Meer. Und leider darf sich jeder Mensch, der fotografiert, auch Fotograf nennen. Ich habe das Handwerk von der Pike auf gelernt und habe mittlerweile recht viel Erfahrung als Fotografin. Da ist es natürlich schwierig sich zu behaupten und seine Preise zu rechtfertigen. Mein größtes Plus liegt gar nicht unbedingt auf technischer Ebene, sondern in meiner Fähigkeit mich einzufühlen. Außerdem denke ich, dass, gerade weil ich mich so für Hochzeiten begeistern kann, es einfach genau das ist, was ich machen muss. Es gibt keinen anderen Beruf, der mich so sehr erfüllt.

Pia Rahlfs - Fotografin
Pia Rahlfs – Fotografin

Hast du ein Zitat oder ein Motto zum Thema Liebe oder Ehe, dass dich inspiriert?

Schwierig. Das was ich da mache, ist einfach was sehr persönliches. Für mich hat das viel mit Vertrauen zu tun. Ich war schon immer ein familiärer Mensch, bin mit drei Schwestern aufgewachsen. Ich liebe es mit Menschen zusammen zu arbeiten. Das ist meine Leidenschaft. Mich inspirieren die Menschen an sich, jede einzelne Liebesgeschichte, die dahinter steht. Das ist doch Inspiration genug, oder?

©Alle Bilder sind von Pia Rahlfs

Do You Remember The Night The Moon Dropped From The Sky?

– Poem by e.h.

Do you remember the night the moon dropped from the sky?

And we ran through the forest to find where it lie,

I was tripping on tree roots and slipping on snow,

You were holding my hand sayig not to let go,

When we found it at last there were twings in our hair,

A rose on our cheeks and our breath in the air,

And the words to describe it got caught in our thorats,

As its silver light danced through the threads of our coats,

We knew that our eyes had not seen such a view,

You were looking at it,I was looking at you.

– e.h.

I want to have you

– Poem by Rupi Kaur

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I do not want to have you
to fill the empty parts of me
I want to be full on my own

I want to be so complete
I could light a whole city
and then
I want to have you
cause the two of
us combined
could set it
on fire

– Rupi Kaur

Off-White goes „Liebster Award – Discover new Blogs“

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Da es meinen Blog und die Verwirklichung meines Herzens-Projekt noch nicht lange gibt, war ich doch etwas überrascht, als mich ein gewisser, sehr sympathischer Herr, zum „Liebster Award“ nominiert hat. Lieber Arno von Rosen, es ist mir eine Ehre deine Fragen zu beantworten.

Außerdem würde ich mich freuen, wenn ihr mal bei Arnos Blog https://arnovonrosen.wordpress.com vorbeischaut. Sehr inspirierend.

Doch bevor es losgeht, hier die

Regeln

1. Danke der Person, die dich für den Liebster Award nominiert hat und verlinke den Blog in deinem Artikel. 
2. Beantworte die 11 Fragen, die dir der Blogger, der dich nominiert hat, stellt. 
3. Nominiere 3 (bis 11) weitere Blogger für den Liebster Award. 
4. Stelle eine neue Liste mit 11 Fragen für deine nominierten Blogger zusammen. 
5. Schreibe diese Regeln in deinen Liebster-Award-Blog-Artikel. 
6. Informiere deine nominierten Blogger über den Blog-Artikel

Die Fragen von Arno von Rosen

  1. Was ist Schreiben für dich?
    Schreiben ist für mich ein Gefühl. Ein Gefühl der Befreiung und der Freude. Das Schreiben lässt mich meine alltäglichen Ängste vergessen, und gibt mir gleichzeitig die Möglichkeit fokussiert zu bleiben. Ich kann meine Gedanken zur Ruhe kommen,  oder sie richtig aufblühen lassen.
  2. Gibt es ein Steckenpferd neben deinem Blog und welches wäre das?
    Eine meiner Leidenschaften ist das Zeichnen und ich würde sogar behaupten, dass ich recht gut darin bin.
  3. Du bist ein Zeitreisender. Wohin würdest du reisen und warum?
    Ehrlich gesagt reizt mich der Gedanke, ein Zeitreisender zu sein, gar nicht. Ich lebe im Hier und Jetzt und koste jeden Moment der Gegenwart voll aus. Beamen fänd ich cool.
  4. Wie sieht dein Arbeitstag aus?
    Momentan gleicht kein Tag dem anderen, da ich als Stylistin in einem Fotostudio arbeite. Aber es lässt sich fest halten, dass ich meistens zwischen acht und neun Uhr beginne und dann entweder Kleidung an einer Büste style, diese fotografiere und auswähle oder für ein Model Outfits zusammenstelle und am Set schaue, ob alles fein aussieht. Zwischen siebzehn und achtzehn Uhr ist dann Feierabend. Achja, und an jedem Arbeitstag wird sehr viel gelacht und herumgealbert.
  5. Kochen oder essen, was für ein Mensch bist du?
    DEFINTIV essen. Ich habe leider kein Interesse daran, zu kochen, und wenn ich es mal versuche, schmeckt das Gericht grauenhaft. Wenn ich mit Freunden koche, darf ich nur Gemüse schneiden, da sie Angst haben, ich könnte sie vergiften.
  6. Was würdest du LeserInnen gerne über dich erzählen?
    Ich habe mir als Kind in einer McDonals Rutsche das Schlüsselbein gebrochen.
  7. Wo befindet sich die Menschheit am Ende deines Lebens?
    Dazu möchte ich ein Zitat von Gandhi einfügen:

    „Sei du selbst die Veränderung, die Du Dir für diese Welt wünschst“

    Ganz fiktiv (und vielleicht etwas unrealistisch) gedacht, wünsche ich mir, dass jeder Mensch gelernt hat, sich selbst zu lieben. Es wäre eine wunderschöne Vorstellung, wenn dies schon am Ende meines Lebens passiert wäre. Das ist aber sehr unrealistisch. Deswegen reicht mir schon ein „irgendwann“. Nur, wenn die Menschen gelernt haben, sich selbst zu lieben und sich selbst zu akzeptieren, können sie auch andere Lebewesen lieben.

  8. Hast du einen Lieblingssport, den du gerne machst oder/ und anschaust?
    Ich praktiziere schon lange Yoga und es ist nach wie vor mein absoluter Lieblingssport.
  9. Wie sehr beeindrucken dich Geschenke und welche müssten das sein?
    Mich beeindrucken Geschenke vor allem, wenn sie gut durchdacht sind und nicht unbedingt an den typischen Feiertagen verschenkt werden. Ein Buch, eine Fotografie, etwas Selbstgemachtes. Wenn das Geschenk gut durchdacht ist und überraschend kommt, kann man mich mit jedem Geschenk beeindrucken.
  10. Wo bist du in drei und sechs Monaten?
    In drei Monaten bin ich meinem Ziel hoffentlich näher. In sechs Monaten möchte ich mein Ziel erreicht haben. Dann möchte ich als Wedding Plannerin arbeiten.
  11. 2018 ist vorbei. Was willst du dann geschafft haben?
    Am Ende des Jahres möchte ich mich als Wedding Plannerin selbstständig gemacht haben und meine ersten Kunden betreuen. Das Jahr wird aufregend und toll. Ich freue mich riesig.

Und nun. Trommelwirbel. Hier kommen meine Nominierten und die elf Fragen:

Ich nominiere:

  1. Justine kept calm and went vegan – Nachhaltigkeit vom Allerfeinsten.
  2. Tom. Fotoblog – Ganz großes Kino der Fotografie.
  3. Wurm sucht Buch – Danke für die tollen Bücher und Autoren.

Die elf Fragen:

  1. Welches Buch hat dein Leben verändert?
  2. Du bist 70, 80, 90. Du hast so lange gelebt, wie du leben möchtest, aber heute ist tatsächlich dein letzter Tag. Und leider gab es einen blöden, technischen Fehler, es wurde alles von dir gelöscht. Es gibt keinen Blog mehr von dir, es gibt nichts mehr von dir. Jemand gibt dir ein leeres Blatt Papier und einen Stift, und du hast jetzt noch die Möglichkeit drei Dinge von dir aufzuschreiben, die du möchtest, dass sich die Menschheit daran erinnert. Was sind deine drei Weisheiten?
  3. Welche Vision verfolgst du?
  4. Wie sieht dein perfekter Feierabend aus?
  5. Bist du zur Zeit die beste Version von dir Selbst?
  6. Isst du lieber Süß oder Herzhaft?
  7. Herz oder Kopf?
  8. Welchen Film hast du zuletzt gesehen?
  9. Wer inspiriert dich in deinem Leben?
  10. Warum bloggst du?
  11. Hast du einen Lieblingsblog?

Love will come

– Poem by Rupi Kaur

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Love will come
and when love comes
love will hold you
love will call your name
and you will melt
sometimes though
love will hurt you but
love will never mean to
love will play no games
cause love knows life
has been hard enough already