DIE EVANGELISCHE TRAUUNG

Nach der standesamtlichen Hochzeit folgt oftmals die kirchliche Trauung. Im letzten Blogpost ging es um die katholische Trauung – heute gebe ich euch einige Tipps Rund um das Thema „Evangelische Trauung“.

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Photo Credit: n-architektur.tumblr.com

Oberste Priorität für eure evangelische Traumhochzeit hat – wie immer – euer persönlicher Wunschtermin. Diesen solltet ihr im besten Fall ein Jahr im voraus bei eurer Gemeinde anmelden und mit dem Pfarrer über eure Wünsche sprechen. Ihr wollt eine Trauung in einer anderen Kirche (mit dem eigenen oder dem dortigen Pastor)? Besprecht dies mit den beiden involvierten Pfarrern – dann sollte das kein Problem sein.

Was sind die Voraussetzungen für eine katholische Trauung?

  • Mindestens EIN Partner muss evangelisch getauft sein
  • Das Brautpaar MUSS verschiedene Geschlechter haben (in manchen Gemeinden gibt es jedoch die Möglichkeit die Beziehung segnen zu lassen)
  • Trauzeugen sind nicht vorgeschrieben, solltet ihr jedoch welche wünschen, sollten sich diese zum christlichen Glauben bekennen (müssen aber kein Kirchenmitglied sein), und müssen mind. 14 Jahre alt sein
  • Die Trauung auf dem Standesamt muss bereits stattgefunden haben + Bestätigung, dass die Trauung beim Standesamt angemeldet ist (oder die Heiratsurkunde)
  • Bestätigung der Taufe (Taufschein, Taufurkunde)
  • Nachweis Firmung (oftmals mit im Taufschein eingetragen)

Welche weiteren Unterlagen braucht ihr?

  1. Personalausweis / Reisepass
  2. Taufbescheinigung
  3. Konfirmationsbescheinigung
  4. Bescheinigung der Anmeldung zur standesamtlichen Trauung oder Heiratsurkunde
  5. kurz vor der Trauung: Heiratsurkunde der standesamtlichen Eheschließung

Sonderfälle:

  1. Zession / Dimissoriale zur Vorlage bei einem fremden Pfarrer, falls Sie nicht in Ihrer Heimatgemeinde heiraten
  2. Dispens, falls einer der Partner katholisch ist. „Die Befreiung von der Formpflicht zur katholischen Eheschließung ist zugleich die Anerkennung einer evangelischen oder ökumenischen Trauung seitens der katholischen Kirche.“ – www.braut.de
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Photo Credit: divisare.com

Ökumenische / Religionsverschiedene Ehe

Von einer konfessionsverschiedenen Ehe spricht man dann, wenn ein/e Partner/in zu einer anderen christlichen Kirche, bzw. zu einer anderen christlichen Konfession gehört. Eine evangelische Trauung ist dann zum Beispiel durch eine/n evangelische/n Pfarrer/in unter Mitwirkung eines katholischen Priesters oder Diakons möglich. Das gilt andersrum auch für die katholische Trauung (dann unter Mitwirkung eines/einer evangelischen Pfarrers/Pfarrerin). Wichtig ist, dass wenn ein Brautpaar evangelisch heiraten möchte, und einer der beiden katholisch ist, dass dieser sich vorher bei dem katholischen Pfarrer seines Wohnorts das Einverständnis zur Trauung einholt: „Dispens“. Erst dann wird die Trauung von der katholischen Kirche anerkannt.

Ist ein Partner ganz aus der Kirche ausgetreten, ist das kein Problem, solange EIN Partner noch in der Kirche ist und Kirchensteuer zahlt. Auch eine evangelische Trauung mit einem/r ungetauften Partner/in, sowie ein/e Partner/in mit einer anderen Religion ist kein Hindernis. Man spricht dann von einer religionsverschiedenen Ehe.

Für den Fall, dass ein Partner konfessionslos oder geschieden ist, bieten einige evangelische Landeskirchen einen sogenannten Gottesdienst anlässlich der Eheschließung an.

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Photo Credit: apartmenttherapy.com

Vorbereitungstipps für die evangelische Trauung

  1. Datum und Ort der katholischen Trauung festlegen
    – Sobald ihr einen Wunschtermin gefunden habt, solltet ihr das Pfarramt persönlich oder telefonisch kontaktieren und abklären, ob die Trauung an dem von euch ausgesuchten Termin stattfinden kann.
  2. Trauungsgespräche
    – Vor dem eigentlichen Hochzeitstermin wird es mehrere Traugespräche geben, in denen Fragen zum allgemeinen Ablauf geklärt werden. Hierfür solltet ihr zeitnah einen Termin vereinbaren!
  3. Ehevorbereitungsprotokoll
    – Im Zuge der Trauungsgespräche  wird auch das Ehevorbereitungsprotokoll ausgefüllt. Hier geht es um die Daten der Brautleute, und die Besprechung der beabsichtigten Ehe.
  4. Aufgebot
    – Anders als bei der standesamtlichen Trauung wird die Eheschließung in der evangelischen Kirche durch einen Aushang in der Kirche oder mündlich im Gottesdienst bekannt gegeben. Das nennt man „Aufgebot“ und dient dazu, herausfinden, ob Ehehindernisse vorliegen.

Wie sieht ein Trauungsgespräch aus?

Der Pfarrer / die Pfarrerin wird vor dem eigentlichen Hochzeitstermin einige Trauungsgespräche mit euch führen, in denen es um den allgemeinen Ablauf der Hochzeit geht. Beide Parteien lernen sich kennen und besprechen den Ablauf und Details der kirchlichen Trauung. Zum Beispiel könnt ihr über die Lesungen, Fürbitten, Lieder, den Trauspruch und die musikalische Untermalung sprechen. Fragen zu eurem Kennenlernen, euren bisherigen Werdegang und eure Beweggründe zu heiraten, können den Traugottesdienst persönlicher werden lassen. Wie soll der Blumenschmuck aussehen, wo sitzen Trauzeugen und Blumenkinder, bis wohin darf das Hochzeitsauto fahren? Dürfen Blumenblätter gestreut werden? Darf fotografiert und/oder gefilmt werden? All das, und vieles mehr, sind Dinge, die in einem Trauungsgespräch besprochen werden sollten.

Tipp: Der Pfarrer könnte fragen, warum die kirchliche Trauung für euch als Brautpaar wichtig ist. Oder was eine gute Partnerschaft / Ehe ausmacht. Macht euch hierzu ruhig ein paar Gedanken.

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Photo Credit: Pinterest

Ablauf der evangelischen Trauung

  1. Eröffnung
    – Empfang des Brautpaares durch Pfarrer am Kircheneingang
    – Einzug in die Kirche mit Musikbegleitung durch Orgel oder Chor
    – Begrüßung & Votum (kurzer Bibelvers) durch den Pastor / die Pastorin
    – Ankündigungen / Hinweise (zB. bezüglich Foto und Film, Kollekte..,etc.)
    – Eingangsgebet oder Psalm
  2. Verkündung, Bekenntnis, Segnung
    – Biblische Lesung (kann auch von jemandem aus dem Familien- oder Freundeskreis übernommen werden)
    – Trautext / Trauspruch und Predigt durch Pastor/in
    – Biblische Lesung zur Ehe
    – Gebet zur Trauung
    – Traubekenntnis (entweder a) werden euch von dem / der Pfarrer/in Fragen gestellt, die ihr mit den Worten „Ja, mit Gottes Hilfe“ beantwortet oder ihr bereitet beide ein Traueversprechen vor, das ihr einander vortragt)
    – Austauschen der Ringe
    – Trauungssegen durch Pastor/in oder von Verwandten und Freunden.
  3. Fürbittengebet
  4. Vaterunser
  5. Überreichung der Traubibel an das Brautpaar
  6. Segen
  7. Auszug aus der Kirche

Generalprobe für die evanglische Trauung

Ihr könnt euch überlegen, ob ihr ein bis zwei Wochen vor der eigentlichen Trauung eine Generalprobe macht. Dort werden alle Details, wie Sitzplätze der Gäste, Höhe des Mikrofons, Platzierung der Trauzeugen etc. durchgespielt. Wichtige Personen, wie Trauzeugen und Blumenkinder sollten unbedingt daran teilnehmen. Sollte jemand Nahestehendes die Lesung durchführen, sollte auch diese Person Probe lesen. Das schafft Sicherheit und er oder sie ist mit der Technik vor Ort vertraut. Hierfür sollte zeitnah ein Termin mit dem Pfarrbüro ausgemacht werden.

 

VERLOBT – Wie geht’s jetzt weiter?

In diesem Beitrag erfahrt ihr, wie ihr mit der Planung beginnt und was die nächsten Schritte sind.

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Photo Credit: Suiteonestudio

Herzlichen Glückwunsch zu eurer Verlobung! Das ist wahnsinnig cool. Zunächst einmal solltet ihr das bekannt geben und feiern.

Zwei kleine Tipps: Eure Eltern sollten zuerst von der Verlobung erfahren und zur Verlobungsparty sollten nur die Menschen eingeladen werden, die später auch zur Hochzeit eingeladen werden. Übrigens sind Verlobungsgeschenke nicht üblich. Seid also daher nicht traurig, wenn ihr keine Geschenke bekommt.

Wenn ihr eure Verlobung gebührend zelebriert habt ( ob allein, im kleinen Kreis oder in Form einer riesigen Party ), kann es mit der Planung los gehen. In der Regel sagt man, dass die Planung einer Hochzeit circa ein Jahr dauert. Aber auch Hochzeiten mit einer Planungsdauer von zwei Jahren bis drei Monaten sind realistisch.

Was passiert jetzt?

Wunschtermin aussuchen & Ort und Rahmen festlegen:
Entscheidet euch zunächst einmal für einen Termin, ein Datum, an dem ihr heiraten wollt. Außerdem solltet ihr euch überlegen in welchem Rahmen ihr feiern wollt. Soll es eine standesamtliche Trauung mit anschließender Feier sein? Eine zusätzliche kirchliche oder freie Trauung? Soll alles an einem Tag statt finden? Von diesen Entscheidungen hängt der komplette weitere Verlauf ab.

Jetzt solltet ihr die „Big Three“ der Dienstleister kontaktieren.

  1. Location
  2. DJ / Band / Sänger
  3. Fotograf

Warum sind ausgerechnet diese drei Dienstleister so wichtig?

Location, Musiker und Fotograf müssen deshalb so zeitig angefragt werden, weil sie in der Regel einen kompletten Tag für eure Hochzeit blocken. Das heißt, diese Dienstleister sind an diesem Tag nur für euch verfügbar. Ein Florist könnte beispielsweise an einem Tag zwei, drei, oder auch vier Brautsträuße stecken. Ebenso ein Konditor, je nach Aufwand könnte er ebenfalls zwei bis vier Torten herrichten. Aber die „Big Three“ sind an diesem einen Tag nur für euch da und sollten deshalb als allererstes und extrem zeitnah gebucht werden, auch wenn eure Hochzeit noch zwei Jahre hin ist, vor allem aber, wenn ihr einen besonderen Wunsch bei der Dienstleisterwahl habt.

Eine weitere Maßnahme für die Planung, um die ihr euch jetzt kümmert solltet, ist ein Hochzeitsratgeber, ein Notizbuch oder sogar ein Wedding Planner. Egal für was ihr euch entscheidet, so eine Hochzeit ist aufregend und da sollte man jeden Gedanken klar halten, aufschreiben und sich unterstützen lassen.

Und nun: Viel Spaß bei der ersten Planungsphase eurer Hochzeit!